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Unsere Schulgeschichte

Wurzeln der Oberschule "Herbert Tschäpe" Mahlow

Mahlow besaß ab 1741 eine kleine Schule. Genau 100 Jahre später wurde ein etwas größeres Schulhaus gebaut, das jedoch schon bald nicht mehr ausreichte und 1914 durch einen Neubau in der Berliner Straße ersetzt wurde.
Nach dem Kriegsende wurde die "Schule Mahlow" als Grundschule wieder eröffnet. Probleme mit der Schulkapazität ab 1948 wurden durch Nutzung des sogenannten "Richterschen Hauses" in der Berliner Straße und später durch durch das Aufstellen einer Baracke (Ende 1950) und einen Anbau (1969) gelöst.
1948/1949 baute man das ehemalige Gutshaus in Mahlow zu einer Berufssschule um. Diese wiederum verlagerte 1960 ihren Sitz nach Zossen und in das Gebäude zog die Grundschule aus dem richterschen Haus ein.
Mit dem gesetzlichen Festschreiben der 10jährigen Schulpflicht entwickelte sich aus der achtklassigen Grundschule eine allgemeinbildende zehnklassige Oberschule. Mahlow hatte also jetzt eine Oberschule, die Oberstufe im ehemaligen Gutshaus und die Unterstufe im Schulgebäude Berliner Straße. Erstmalig gab es im Schuljahr 1962/63 eine 9. Klasse.
Relativ schnell machte die erneut steigende Schülerzahl einen Schulneubau erforderlich.
Unterrichtsbeginn im neuen Haus mit modern ausgestatteten Fachkabinetten war am 3. Januar 1973. Unter- und Oberstufe waren nun in einem Gebäude untergebracht.
Seit der feierlichen Namensgebung am 31. Mai 1973 trägt die Schule den Namen Herbert Tschäpes.
Ab 1973 waren wir die Polytechnische Oberschule "Herbert Tschäpe" Mahlow mit zeitweise über 900 Schülerinnen und Schülern.
Die Schulkonferenz 1990 entschied, den Namen Herbert Tschäpe als Schulnamen weiter zuführen.
1991 erfolgte die Trennung von der Unterstufe, die zunächst als Grundschule im gleichen Haus verblieb und später ein eigenes Schulgebäude erhielt.
Die Oberstufe mit den Klassenstufen 7 bis 10 wurde als Gesamtschule "Herbert Tschäpe" Mahlow weitergeführt.
Mit der Novellierung des Brandenburger Schulgesetzes wurde 2005 die Gesamtschule zur Oberschule "Herbert Tschäpe" Mahlow.
Nach 1990 entwickelte sich die grundsanierte Schule zu einer attraktiven Ganztagsschule mit modernen, den Anforderungen des Unterrichts entsprechenden Fachräumen, mit vielfältigen Ganztagsangeboten und einem effektiv arbeitenden Schülerclub. Die Schulumgebung wurde schülergerecht gestaltet, das Schulgebäude erhielt 2005 erneut ein freundliches Aussehen. Bei Schülerinnen und Schülern zeigte sich eine hohe Identifikation mit "ihrer Schule", gefördert durch die große Einflussmöglichkeit der Schülervertretung auf die Gestaltung des Schulprogramms als Leitlinie der Schulentwicklung.
Nicht wenige ehemalige Schulklassen haben bei Traditionstreffen "ihre Schule" besucht. Die Elterngeneration beinflusste so durch Weitergabe an die Schülergeneration die Verbundenheit mit "ihrem Schulgebäude" in Mahlow.

 

Entstehung der heutigen Oberschule "Herbert Tschäpe" Blankenfelde-Mahlow

Die Gemeinde Blankenfelde hatte viele Jahre, neben dem Gymnasium, zwei weitere Sekundarschulstandorte.
Da war auf der einen Seite in Mahlow die Oberschule „Herbert Tschäpe“ und auf der anderen Seite die Oberschule in Dahlewitz. Das Schulgebäude in Dahlewitz war auch der Standort der Grundschule Dahlewitz und des Hortes.
Der Schulträger und das zuständige Schulamt strebten 2005 eine Umstrukturierung der Schullandschaft in der Gemeinde an.
Nach vielen Diskussionen und Abwägungen der Schulstandorte beschloss die Gemeindevertretung, die Dahlewitzer Grundschule nach Mahlow in das Gebäude der Oberschule „Herbert Tschäpe“ zu verlegen und die Dahlewitzer Hans Marchwitza Oberschule zu schließen. Dafür zog die Oberschule "Herbert Tschäpe" aus Mahlow in das Dahlewitzer Schulgebäude.
Das Ganztags-Schulprogramm wurde beibehalten und auf Beschluss der Schulkonferenz wurde der Schule am neuen Standort der Zusatzname Blankenfelde-Mahlow gegeben.
Für das Dahlewitzer Schulgebäude wurde im Zuge einer aufwendigen Schulsanierung auch ein völlig neues Raumkonzept entwickelt, um den Schülern der Oberschule beste Lernmöglichkeiten zu bieten. Auch die 2009 erfolgte Übergabe unserer großen Zweifeldersporthalle und die 2010 erfolgte Neugestaltung der gesamten Außenanlagen nach einem modernen und zeitgemäßen landschaftsplanerischen Konzept sorgen mit dafür, dass sich die Schüler hier wohlfühlen

 

Unser Schulname

Auch in Mahlow, Blankenfelde und Lichtenrade gab es im II. Weltkrieg 1939-45 "Fremdarbeiterlager" und Außenstellen von Konzentrationslagern.

Eine Forschungsarbeit von Schülern zur Vergangenheit des Ortes Mahlow, heute würde das als Projektarbeit bezeichnet werden, initiiert durch eine Artikelserie der "Berliner Zeitung" über unbekannte Widerstandskämpfer gegen das Naziregime, beschäftigte sich ab 1971 mit der Biografie von Herbert Tschäpe.
Herbert Tschäpe wurde am 15.01.1913 in Berlin-Schöneberg geboren. Sein Elternhaus war sehr stark in die SPD eingebunden. So war es ganz natürlich, dass auch Herbert sich bereits im Jugendalter politisch betätigte. Zwanzigjährig erlebte er die im Januar 1933 über Deutschland heraufziehende Nacht des Faschismus und stellte sich gegen das Regime. Im Dezember 1933, nach 10 Monaten illegaler Arbeit, wurde Herbert Tschäpe verhaftet und nach Abbüßung einer Gefängnisstrafe von einem Jahr wieder entlassen. Herbert Tschäpe setzte seine illegale Arbeit fort, war auch in Prag tätig und kämpfte in der XI. Internationalen Brigade im spanischen Bürgerkrieg. Er wurde in Frankreich interniert, 1941 nach Deutschland deportiert und in das Konzentrationslager Sachsenhausen eingeliefert. Ab Oktober 1943 war er im Außenlager Lichtenrade und nahm Verbindung zur Saefkow-Jacob-Bästlein-Organisation auf.

Er war als Vorarbeiter von 30 Häftlingen bei der Wiederherstellung bombengeschädigter Zwangsarbeiterunterkünfte im Lager Blankenfelde eingesetzt und konnte dort seine Flucht am 22.4.1944 über den S-Bahnhof Mahlow vorbereiten, unterstützt von seiner Lebensgefährtin Lisa Walter.
Wie zehntausend Andere, unbeugsam, mutig und selbstlos, setzte er seinen Kampf gegen die Nazidiktatur fort. Am 5. Juli 1944 wurde er als "Handelsvertreter Jürgen Schrödter" von der Gestapo aufgegriffen und im berüchtigten Gestapogefängnis in der Prinz-Albrecht-Straße als Herbert Tschäpe identifiziert.
Nach kurzer Verhandlung wurde Herbert Tschäpe wegen "erschwerter Vorbereitung zum Hochverrat" und "landesverräterischer Feindbegünstigung" zum Tode verurteilt und am 27.11.1944 im Zuchthaus Brandenburg-Görden mit dem Fallbeil hingerichtet.

In der Gedenkstätte der Sozialisten in Berlin- Friedrichsfelde erinnert eine Porphyr- Gedenkstele an 327 Frauen und Männer ohne Unterschied der politischen, weltanschaulichen und sozialen Zugehörigkeit, darunter auch Herbert Tschäpe. die im antifaschistischen Widerstand 1933-1945 ihr Leben ließen.
Das Ergebnis dieser Forschungsarbeit war Grundlage der Namensgebung für die Schule am 31. Mai 1973.

Der unbeugsame, mutige und selbstlose Kampf von Herbert Tschäpe für Freiheit und Gerechtigkeit in seinem Vaterland hat auch in unserer Zeit seine Vorbildwirkung nicht verloren.
Die Schulkonferenz hatte deshalb 1990 beschlossen, den Traditionsnamen "Herbert Tschäpe" beizubehalten.
Erziehung der Schülerinnen und Schüler im Geist der freiheitlichen demokratischen Ordnung, gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sind für die Ganztags-Oberschule "Herbert Tschäpe" Blankenfelde-Mahlow kein leeres Bekenntnis.

Zahlreiche Schülerprojektarbeiten, gute Ergebnisse in landes- und bundesweiten Wettbewerben sind Zeugnis dafür.
Stellvertretend seien hier genannt:

Platz 1 im Präventionwettbewerb Zivilcourage 2004,

Platz 3 im Präventionswettbewerb "Wölfe im Schafspelz" (mit einem Videospot) sowie

die Fahrten zu Noel Martin, dem im Zusammenhang mit einer fremdenfeindlichen Attacke in Mahlow verunglückten und seitdem querschnittsgelähmten Briten.

 

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