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Ausgezeichnet: Schulen aus Brandenburg an der Havel, Potsdam und Werneuchen sind „Starke Schulen“ 2013

Brandenburgs Bildungsstaatssekretär Jungkamp lobt das Engagement der Schulen im Land Brandenburg

Herausragende Qualifizierung der Schüler für den Übergang Potsdam, 19.03.2013. „Starke Schulen“ in Brandenburg: Die Otto-Tschirch-Oberschule in Brandenburg an der Havel, die Sportschule Potsdam „Friedrich Ludwig Jahn“ und die Europaschule in Werneuchen haben die Landespreise des bundesweiten Schulwettbewerbs „Starke Schule. Deutschlands beste Schulen, die zur Ausbildungsreife führen“ gewonnen. Schüler und Lehrkräfte nahmen heute in Potsdam von Bildungsstaatssekretär Burkhard Jungkamp die Preise entgegen. Der Wettbewerb prämiert die herausragende Arbeit, die diese Schulen bei der Vorbereitung ihrer Schüler auf die Berufswelt leisten.

„Eine ‚starke‘ Schule macht ihre Schülerinnen und Schüler fit für die Ausbildung oder das Studium, hilft ihnen bei der Orientierung in der enormen Vielfalt des globalen Ausbildungs- und Arbeitsmarktes und lässt sie die eigenen Fähigkeiten realistisch einschätzen. Für dieses Engagement der ‚starken‘ Schulen sage ich Danke!“, würdigte Bildungsstaatssekretär Jungkamp die Preisträger.

Den mit 5.000 Euro dotierten ersten Platz belegt die Otto-Tschirch-Oberschule in Brandenburg an der Havel. Die Schule mit dem Förderschwerpunkt MINT überzeugte die Jury unter anderem durch ihre intensive Berufsorientierung und die enge Kooperation mit umliegenden Betrieben. Zudem werden die Eltern stark in das Schulleben eingebunden und die Schüler zu sozialem Engagement ermuntert. Die Sportschule Potsdam „Friedrich Ludwig Jahn“ erreichte  den zweiten Platz und bekommt 3.500 Euro für ihre herausragende Arbeit nicht nur im sportlichen Bereich. Die Schüler lernen jahrgangsübergreifend, werden individuell gefördert und können durch Schulzeitstreckung Unterrichtsinhalte auch nachholen. Mit dem dritten Platz und 2.000 Euro wurde die Europaschule Werneuchen für ihre ganzheitliche Zielsetzung ausgezeichnet. Die enge und umfangreiche Zusammenarbeit mit Firmen gewährleistet den Schülern eine praxisnahe Berufsorientierung. Die Freiherr-von-Rochow-Oberschule in Pritzwalk belegt den vierten Platz, die Oberschule „Herbert Tschäpe“ in Blankenfelde-Mahlow den fünften Platz.

Alle „Starken Schulen“ leisten hervorragende Arbeit in einem oft sehr schwierigen Umfeld. Angesichts des demographischen Wandels und des daraus resultierenden Fachkräftemangels wird diese Arbeit zunehmend wichtiger. Studien belegen, dass insgesamt 20 Prozent der Jugendlichen eines Jahrgangs nicht über die notwendigen fachlichen und sozialen Kompetenzen für die Berufswelt verfügen. Ihre Schüler zur Ausbildungsreife zu führen, erreichen die „Starken Schulen“ vor allem durch eine Öffnung nach innen und außen: Groß geschrieben wird die Gestaltung von Schule als Lebensort, die Zusammenarbeit der Lehrkräfte mit Eltern, Sozialarbeitern, Sonderpädagogen und Berufsberatern

der Agentur für Arbeit sowie die Kooperation mit Unternehmen und Berufsschulen. „Wir können als Gesellschaft nicht auf ein Fünftel jedes Jahrgangs verzichten. Die ‚Starken Schulen‘ in Brandenburg zeigen, dass es anders geht. Sie fördern ihre Schüler individuell, entwickeln Unterricht und Lernprozesse kontinuierlich weiter und sehen die Vielfalt ihrer Schüler als Chance. Damit ermöglichen sie ihren Schülern eine aktive und selbstbestimmte Teilhabe am wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben. Nur so kann Chancengerechtigkeit hergestellt und für alle Jugendlichen eine echte Anschlussperspektive ermöglicht werden“, sagt Dr. Antje Becker, Geschäftsführerin der Hertie-Stiftung, stellvertretend für die Projektpartner.

Der mit 210.000 Euro dotierte Wettbewerb „Starke Schule“ wird alle zwei Jahre von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der Bundesagentur für Arbeit, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und der Deutsche Bank Stiftung durchgeführt. Bewerben können sich alle allgemein bildenden Schulformen, die zur Ausbildungsreife führen. Aus den fast 700 Einsendungen des aktuellen Wettbewerbs ermittelte eine Jury mit Experten aus Bildung, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft die Landessieger. Gemeinsam mit den Gewinnern der anderen Bundesländer hat die erstplatzierte Otto-Tschirch-Oberschule aus Brandenburg an der Havel nun die Chance auf den Bundessieg, der im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung am 5. Juni 2013 in Berlin durch Bundespräsident Joachim Gauck bekannt gegeben wird. Neben der öffentlichen Anerkennung ihrer Arbeit ist der größte Gewinn für die Landessieger die Aufnahme in das länderübergreifende Netzwerk. Hier erhalten Lehrkräfte die Möglichkeit, an zahlreichen Fortbildungen zur Unterrichts- und Organisationsentwicklung teilzunehmen und von guten Beispielen zu lernen. Die Fortbildungen ermöglichen den Einblick in andere „Starke Schulen“ und in andere erfolgreiche Konzepte – auch über Grenzen von Bundesländern hinaus – und geben Impulse zur schulischen Weiterentwicklung.

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